#EuropaMachen - Engagement eines Stipendiaten

2019 wird das wichtigste Jahr für junge Menschen in Europa. Die Europawahl im Mai wird zur Richtungsentscheidung: Wollen wir weiter in einer freiheitlichen, offenen Gesellschaft leben oder geben wir uns den Ängsten und falschen Versprechungen der Europagegner hin? Parlamentswahlen sind das Herzstück einer jeden Demokratie – aber eine freie Wahl ist nur möglich, wenn die Unionsbürgerinnen und –bürger ehrlich und anständig über ihre Wahlmöglichkeiten informiert werden. In letzter Zeit haben wir nicht nur beim Brexit-Referendum erlebt, wie Falschinformationen und gezielte Fehlleitungskampagnen der Bevölkerung eine falsche Realität vorgetäuscht haben und Ressentiments gegenüber der EU an Nährboden gewonnen haben. Dem können wir nicht tatenlos zusehen. Es geht um die Zukunft der europäischen Jugend und die dürfen wir uns nicht von Europagegnern und Populisten kaputt machen lassen. 

Die Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) mobilisieren mit der Europa-Union unter #EuropaMachen im Vorfeld zur Wahl und kämpfen für eine Weiterentwicklung der Europäischen Union. Uns geht es darum, Verantwortung für Europa zu übernehmen, Positionen und Standpunkte einzubringen, über die Europawahl zu informieren und zu einer pro-europäischer Wahl aufzurufen. 

Im JEF-Landesverband Saarland füllen wir #EuropaMachen mit einer Vielzahl konkreter Aktionen mit Leben. Da der Wahlkampf mittlerweile größtenteils online stattfindet, versuchen wir uns auf Social Media breit aufzustellen. Wir informieren über bestehende Kampagnen wie #ThisTimeImVoting der EU-Kommission, wir beziehen kritisch Stellung zu europakritischen Äußerungen von Landespolitikern und beim #Faktenfreitag geht es darum, abgedroschene Lügen und Vorurteile über die EU und Europa zu entkräften. In einem großangelegten Projekt nach Machart von Humans of New York wollen wir bei #HumansOfSaarland Europäer aus der Großregion (Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Belgien, Lothringen) zu ihren Erfahrungen in der Grenzregion befragen und fotografieren. 

Als besondere Zielgruppe haben wir uns wahlberechtigte Schülerinnen und Schüler rausgesucht, um auch außerhalb der Universität zu wirken und aus dem Elitenprojekt Europa ein bürgernahes Euphorieprojekt zu machen. Wir gehen in Schulen in Lothringen und im Saarland und veranstalten mit den Schülerinnen und Schülern Fahrten zu den Europäischen Institutionen,  machen Podiumsdiskussionen, fishbowl discussions und Infoveranstaltungen zur Europawahl und zur EU. Nur wenn Europa auch abseits des Frontalunterrichts ein Thema wird und junge Leute sich aktiv darüber austauschen können, kann mit Europa ein gutes Gefühl verbunden werden. 

Europaretter wird man nicht mit hochtrabender Phantasterei; es ist wichtig den Menschen vor Ort bewusst zu machen, dass Europa aus unserem Leben nicht mehr hinwegzudenken ist und dass es eine unglaubliche Bereicherung ist, Teil eines europäischen Projekts zu sein. Mit Graswurzelarbeit erreichen die Jungen Europäischen Föderalisten Saarland viele junge Menschen und begeistern für Europa. 

 

Mehr Informationen unter: www.europamachen.eu und www.info.jef-saarland.de. JEF Saarland findet ihr auch auf Facebook und Instagram. Weitere Fragen gerne an bjoern-schuemann@gmx.de.


Autor: Der Verfasser Björn Schümann ist Vorstandsmitglied und Social-Media-Beauftragter der Jungen Europäischen Föderalisten Saarland. Er hat am Centre juridique franco-allemand in Saarbrücken zwei Jahre deutsches und französisches Recht studiert, bevor er letztes Jahr in Straßburg während eines Erasmus-Aufenthalts seine licence de droit absolvierte. Derzeit bereitet er sich auf sein deutsches Staatsexamen an der Universität des Saarlandes vor. Er ist seit Anfang 2018 KAS-Stipendiat. 

Foto: Björn Schümann