"Zukunft der Technik - Technik der Zukunft" - Heidelberger Adenauer-Tage 2018

Im Rahmen der Heidelberger Adenauer-Tage 2018 haben sich vom 10. – 14. Oktober in Heidelberg 140 Stipendiaten und Altstipendiaten* der Konrad-Adenauer-Stiftung versammelt, um sich mit Fragen der modernen, digitalen Arbeits- und Lebenswelt in verschiedenen Vorträgen und Workshops auseinanderzusetzen. Wie unsere zukünftige Arbeits- und Lebenswelt konkret aussehen wird, lässt sich im Moment zwar nur erahnen, aber es kann mit Sicherheit gesagt werden, dass die Veränderungen nachhaltig sein und jeden einzelnen betreffen werden.

 

Die Heidelberger-Adenauer Tage sind ein neues Veranstaltungsformat, das aktuelle politische und gesellschaftliche Themen vereint. Sie stellen eine Weiterentwicklung des zuvor dreimalig veranstalteten Baden-Württemberg-Tages in Heidelberg dar und richten sich gezielt sowohl an Stipendiaten höherer Semester als auch an junge Altstipendiaten aus ganz Deutschland, um deren Vernetzung stärker zu fördern. Die drei zentralen Säulen, auf welchen das abwechslungsreiche Tagungsprogramm aufbaut, bilden hierbei: Politik und Gesellschaft, Berufsorientierung und Karriereförderung sowie Netzwerk und Austausch.

Die Tagung startete dieses Jahr am Donnerstagabend mit einem Vortrag von Barbara Thiel, der Landesbeauftragten für den Datenschutz des Landes Niedersachsen, die uns Einblicke in die Arbeit ihrer Behörde gab und vor allem auf die zunehmende Problematik der Datensicherheit im digitalen Zeitalter einging. Der zweite Tag war zweigeteilt und widmete sich im ersten Teil der Säule „Politik und Gesellschaft“. Zunächst referierte Prof. Dr. Michael Decker (Institutsleiter und Professor für Technikfolgenabschätzung am Institut für Philosophie des KIT) zum Thema „Technikfolgen für die Gesellschaft - Diskussion über den Einfluss neuer Technologien im Privaten und Beruflichen“, bevor Dr. Ulrich Zierahn (Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich „Arbeitsmärkte und Personalmanagement“) in seinem Vortrag auf das Thema „Arbeitsmarkt 4.0 - Arbeiten mit dem technischen Fortschritt“ einging.

Nach diesen beiden spannenden Keynotes markierte eine informationsreiche Veranstaltung des European Personell Selection Office den Auftakt zum Nachmittagsblock „Berufsorientierung und Karriereförderung“. Heike Gras berichtete in ihrem Vortrag von verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten bei der EU Kommission. Dank ihrer Erfahrung konnte sie uns interessante Einblicke vor allem in den Bereich der Auswahlverfahren der EU geben. Nach der Mittagspause wurde die Teilnehmergruppe in verschiedene Kleingruppen aufgeteilt. Neben unseren Partnern Hogan Lovells und BCG hielten auch der Stipendiatenbeirat der KAS sowie Herr Prof. Dr. Christian Duve und Nicholas Schoch von „My Tomorrow Company“ verschiedene Workshops. Die Teilnehmer hatten hierbei die einmalige Gelegenheit, sich intensiver mit Fragen stipendiatischen Engagements und Gruppenaktivitäten, der Arbeit in einer Großkanzlei beziehungsweise in einer Beratung oder dem interessanten und zukunftsrelevanten Thema der Vermögensbildung auseinanderzusetzen. Im Anschluss an die beiden Workshop-Phasen konnten die Teilnehmer der Adenauer-Tage sowie verschiedene Sponsoren und Partner an Messeständen über ihre Arbeit bzw. ihr Engagement informieren und das ein oder andere Thema aus dem Workshop in Einzelgesprächen nochmals vertiefen. Nach einem großen Abendbuffet ging der Freitag in den informellen Teil über, wo zunächst in verschiedenen Tanzkursen Grundschritte wiederholt und viele neue Drehungen erlernt wurden, bevor alle gemeinsam den Abend gemütlich ausklingen ließen.

Der Festvortrag am Samstag stellte den inhaltlichen Höhepunkt der Tagung dar. Nach einem Grußwort des Rektors der Universität Heidelberg Prof. Dr. Bernhard Eitel und des Organisationskomitees hielt Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Kirchhof in den beeindruckenden Räumlichkeiten der Alten Aula der Universität Heidelberg einen Vortrag zum Thema „Formatierte Freiheit“. Professor Kirchhof machte anhand von sieben Kernpunkten fest, wo neue Technologien in die Freiheit des Einzelnen eingreifen und wie wir diesen Eingriffen als Gesellschaft begegnen können. Musikalisch wurde der Vortrag von Josephine Mücksch (Konstipendiatin aus Freiburg i.B.) am Flügel umrahmt. Im Anschluss bot ein Empfang in der Bel Etage die Gelegenheit, nochmals ins Gespräch mit dem Referenten und den anderen Teilnehmern zu kommen.

Nach dem offiziellen Ende der Tagung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch die Möglichkeit, mit einer Stadtführung die wunderschöne und historisch bedeutsame Heidelberger Altstadt zu erkunden, bevor sich dann viele für den großen Festakt abends im Schlosshotel Molkenkur zurechtmachten. In entspannter Atmosphäre wurde bis in die späte Nacht „genetworkt“ und zu Live- Musik der Band PrimeTime getanzt.

Das Organisationskomitee möchte sich an dieser Stelle nochmals bei allen Teilnehmern der Heidelberger Adenauer-Tage, den Referenten sowie all unseren Sponsoren und Partnern bedanken. Unser besonderer Dank gilt auch der Universität Heidelberg sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung, für die stellvertretend Herr Dr. Jürgen Hoffmann, Referent der Studienförderung für den Raum Heidelberg und Freiburg, zugegen war.

Wir sind bereits in die ersten Vorbereitungen für die nächstjährige Tagung gestartet. Ihr könnt euch schon heute den 03. – 06. Oktober 2019 im Kalender markieren und gespannt sein, was euch erwarten wird!

 

* Zu Gunsten der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige aller Geschlechter.


Autorinnen: Dieser Artikel wurde von Clara Keller und Joana Seguin verfasst. Clara ist KAS-Stipendiatin in Hamburg und studiert dort Psychologie im Master. Joana ist Altstipendiatin und promoviert im Bereich Geographie in Kiel. Beide haben gemeinsam mit elf weiteren Stipendiatinnen/-en und Altstipendiatinnen/-en die diesjährigen Heidelberger Adenauer-Tage organisiert.

Fotos: Organisation Heidelberger Adenauer-Tage