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"Deutschland. Das nächste Kapitel" - Veranstaltung zum Thema Antisemitismus

Betroffene Individuen und bundesweite Statistiken bezeugen: Antisemitismus ist ein ernstzunehmendes Problem in der deutschen Gesellschaft. Im Vergleich ist das Bewusstsein deutscher Bürgerinnen und Bürger jedoch gering. Es herrscht Unklarheit darüber, wovon die Gefahren für jüdische Bürgerinnen und Bürger tatsächlich ausgehen, welche Tatmotive dahinterstecken und wie Antisemitismus effektiv verhindert und den Betroffenen geholfen werden kann. 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Deutschland. Das nächste Kapitel“ fand am 22. Januar 2019 eine Podiumsdiskussion der Stipendiaten der Studienförderung in München mit dem Titel „Antisemitismus heute – warum und wie müssen wir handeln?" statt. 

Die Journalistin und Expertin für Antisemitismus, Paulina Fried, moderierte die Diskussion mit Dr. Antonia Schmid (Bundesinnenministerium), Richard Volkmann (Israelitische Kultusgemeinde), Nicola Hieke (Einrichtungsleitung der LKS gegen Rechtsextremismus), Dr. Oren Osterer (Gründer von Poleges – Beratung zwischen Politik – Wirtschaft - Gesellschaft) und Terry Swartzberg (Ethical Campainger).

In der zweistündigen Veranstaltung diskutierten die Podiumsgäste zunächst die Formen und Ursachen von Antisemitismus in unserer Gesellschaft. Daraufhin demonstrierten sie dem Publikum von etwa 55 Personen die Rolle von „Israel-Kritik“ deutscher PolitikerInnen und Medien in Bezug auf kollektive antisemitische Narrative. Zuletzt wurde aus verschiedenen Perspektiven erläutert, welche Verantwortung der deutsche Staat und die jüdischen Gemeinden in Bezug auf die Aufklärung über den Kampf gegen Antisemitismus tragen. 

Im Raum stand schließlich der bildungspolitische Auftrag der Aufklärung über Judentum und jüdisches Leben in Deutschland auch jenseits von dem Schwerpunktthema „Antisemitismus“. 

 


Autor: Johannes Stark

Foto: Johannes Stark