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"Hilfe, ich bin Sprecher!"

Unter diesem Motto fand im Oktober das erste digitale Neusprecherseminar statt, dass wir als Beirat wieder gemeinsam mit Frau Dr. Kremer organisieren durften. Normalerweise hätte es schon den Donnerstag und Freitag vor der Sprechertagung im Juni stattfinden sollen, aber besondere Zeiten erfordern eben auch hier besondere Maßnahmen. Insofern war dieses Seminar in vielfacher Hinsicht eine Premiere, da es nicht nur das erste digitale Neusprecherseminar generell, sondern für Franzi, Julia und Sophie auch das erste als Beirätinnen war. Trotz allgemeiner anfänglicher Skepsis gegenüber dem neuen Format war es aber ein voller Erfolg, bei dem alle Teilnehmer:innen viel mitnehmen und sich gegenseitig kennenlernen konnten.

Am ersten Tag starteten wir gemäß dem von Frau Dr. Kremer ausgegebene Motto „Invest in beginnings“ mit einer ausführlichen Speed-Dating-Runde, bei der wir die anderen anhand von kurzen Fragen z. B. nach einem empfehlenswerten Buch besser kennenlernen konnten. Dieses Format hat uns geholfen, dass wir sofort mit vielen ins Gespräch kamen und alle waren sich einig, dass das etwas ist, was man auch bei anderen digitalen Seminaren oder Hochschulgruppenveranstaltungen gut nutzen kann. Außerdem konnten dadurch alle gleich ein Bild über Eingangssituationen in Gruppen – gerade in Corona-Zeiten aber auch darüber hinaus – gewinnen. Anschließend haben wir die weiteren anstehenden Themen und Fragen der neuen Sprecher:innen gesammelt, damit jede:r ohne Fragezeichen im Kopf in das neue Semester starten kann.

Ein wichtiger Bestandteil jedes Neusprecherseminars ist es, sich mit Gruppenkonstellationen und den Rollen der einzelnen Gruppenmitglieder zu befassen. Durch die verschiedenen Modelle wie beispielsweise das Nähe-Distanz-Modell kann man seine Konstips besser verstehen und jeden dort abholen, wo er gerade ist. Nach der Mittagspause und einem Energizer namens „Get the bulb“ (siehe Foto), mit dem wir alle aus unserer Mittagsmüdigkeit geholt wurden, ging es in Kleingruppen darum, das eben Erlernte anzuwenden. Viele Sprecher:innen müssen früher oder später in ihrer Sprecherzeit ein herausforderndes Gespräch z. B. mit einem säumigen Konstip führen. Um darauf optimal vorbereitet zu sein, wurden in den Kleingruppen verschiedene Gespräch geplant und anschließend in einem Rollenspiel geführt. Abends fanden sich nach dem Abendessen dann alle wieder im virtuellen Seminarraum ein, um sich bei Spielen wie „Wer wird KASionär?“ oder Code Names zu messen und das ein oder andere Kaltgetränk zu genießen.

Am zweiten Tag starteten wir mit dem letzten Rollenspiel in den Tag, ehe wir nochmal rekapitulierten, was wir in den letzten Stunden so gelernt und mitgenommen haben. Außerdem wurden Take-Home-Messages festgehalten und sich verabredet, sich in ein paar Wochen nochmal zu zweit auszutauschen, ob man die geplanten Dinge angegangen ist und wie deren Umsetzung funktioniert hat. Zu guter Letzt haben wir gebrainstormt, welche Online-Formate gut funktionieren. Auf besonders viel Interesse stieß hier eine digitale Weinprobe, die wirklich sehr zu empfehlen ist.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass sich die Gruppe trotz der physischen Entfernung schnell gefunden hat und eine vertrauensvolle Atmosphäre entstanden ist, bei der man sich gut kennenlernen und einiges für seine Gruppe mitnehmen konnte. Auch wenn Corona uns noch einige Zeit begleiten wird, freuen wir uns schon jetzt, im Januar das nächste digitale Neusprecherseminar mit Frau Dr. Kremer ausrichten zu dürfen. Daher möchten wir uns nochmal bei allen Teilnehmern aber insbesondere bei Frau Dr. Kremer für dieses famose Wochenende bedanken.

 


Autorin: Sophie Marxen, Mitglied des Stipendiatenbeirats